Im Kriminalmuseum Fürth kannst Du dich als “Hobby-Kriminologe” austoben. Es nimmt dich mit auf eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart der 200-jährigen Polizeigeschichte Fürhts.

Ein wenig versteckt, an der Brandenburger Straße / Ecke Ludwig-Erhard Straße befindet sich das Kriminalmuseum im Gewölbekeller des Rathauses Fürth. Das Museum gibt es seit September 2010 und nimmt dich mit auf eine Reise durch die 200-jährige Polizei- und Kriminalgeschichte Fürths.

Die Spurensuche geht los

In den ersten Räumen findest du einen detaillierten Überblick über die Geschichte der Fürther Polizei. Auf unterschiedlichen Schautafeln kannst du dich über wichtige Daten informieren und einen Streifzug durch die spannende Geschichte unternehmen. Hier kannst du die Vergangenheit genau unter die Lupe nehmen und wirst feststellen, dass Fürth durchaus ein heißes Pflaster war. Verschiedene Polizeiuniformen sowie weitere polizeiliche Utensilien, wie Handschellen und Schulterklappen machen das ganze sehr anschaulich.

Verschiede Polizeiuniformen aus der Geschichte der Fürhter Polizei

Geschichte lebendig präsentiert

Weiter geht es mit der Geschichte verschiedener Verbrechen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Alle Crime-Serien-Fans können hier ihrem Spürsinn freien Lauf lassen. Man erfährt unter anderem, dass das Fallbeil damals ein adäquates Mittel der Bestrafung war und sich Verbrechen zu keiner Zeit gelohnt hat.

Im Raum nebenan werden verschiedene Bahn- und Verkehrsunfälle und ihre Folgen gezeigt. Durch kurze Filmsequenzen und Fallbeispiele wird das ganue nochmal anschaulicher.

Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Besuchern aufzuzeigen, wie Kriminalistik funktioniert – von der Gegenwart bis in die Zukunft. Zum Beispiel mit dem gegenwärtigen Stand der Kriminaltechnik oder künftiger Prävention.

Eine frühere Tatortausrüstung

Löse deinen Fall am begehbaren Tatort

Neben der Polizeigeschichte und verschieden Fallbeispielen erhältst du als Besucher auch noch weitere Infos zu den Themen Drogen, Waffen, Falschgeld und zu Krawallen. Kurz vor dem Ende des Rundgangs erwartet dich dann der begehbare Tatort. Hier kannst du im Detail nachvollziehen, welche Spuren genau vor Ort gesichert werden. Dein kriminologischer Scharfsinn ist dort gefragt. Sehr anschaulich wird hier gezeigt, welche Details bei einem Verbrechen in die kriminoligische Arbeit mit einbezogen werden um den Täter zu überführen.

Der begehbare Tatort im Krminalmuseum

Das Kriminalmuseum hat von April bis September immer Sonntags von 13 – 18 Uhr geöffnet. Von Oktober bis März Sonntags von 13 – 17 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 2,50 Euro. Kinder zahlen nur 1,00 Euro.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und seinen Kriminologischen Spürsinn weiter schärfen möchte, dem empfehlen wir die Lesung von Bernt Rauenbusch. Seines Zeichens Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. Bereits zum zweiten Mal präsentiert er im Kriminalmuseum Fälle aus seinem Buch “100 Jahre Kriminalgeschichte” in Mittelfranken. Die Lesung findet am 15. Mai 2019 um 19:00 Uhr statt. Zur Anmeldung geht es hier.